








Kurt Vonnegut:
"...but I felt then as I feel now, that I
would have given my life to save
Dresden for the World's generations to
come. That is how everyone should
feel about every city on Earth."
Dresden-Preis
Bis zum 13. Februar 1945 war Dresden ein Symbol für die Schönheit, die der Mensch im Stande ist zu schaffen. Seit dem 13. Februar 1945 ist Dresden ein Symbol dafür, was der Mensch im Stande ist zu zerstören. Der „Dresden-Preis“ möchte der Trauer um das Verlorene eine Dresdner Botschaft hinzufügen, die über das Erinnern hinaus geht: Krieg ist nicht das letzte, es ist das falsche Mittel.
Den Tod der Dresdner Opfer und der Opfer aller Kriege dieser Welt als Auftrag verstehend, wird der „Dresden-Preis“ verliehen für Leistungen auf dem Gebiet der Konflikt- und Gewaltprävention.
Der von den Friends of Dresden Deutschland ausgelobte Dresden-Preis unterscheidet sich von anderen Friedenspreisen dadurch, dass er vergeben wird nicht zuerst für die Deeskalation bereits entstandener Konflikte, sondern für die Prävention.
Der Dresden-Preis soll über Dresden hinaus weisen. Denn auch wenn die Zerstörung der Stadt noch heute im Weltgedächtnis präsent ist, es war kein singuläres Schicksal, das Dresden traf. Kurt Vonnegut schrieb in seinem Antikriegsbuch „Schlachthof 5“: „Ich fühlte damals, wie ich heute fühle, ich hätte mein Leben gegeben, um Dresden für die zukünftigen Generationen zu retten. Das ist es, was jeder fühlen sollte für jede Stadt der Welt.“
Aus dem Schicksal der Stadt zu lernen, ist die Botschaft des Dresden-Preises. Es geht darum einzugreifen, bevor alles zur Disposition steht, wie 1945 auch die Kunststadt Dresden. Als Stadt, die noch 65 Jahre symptomatisch für Zerstörung steht, hat Dresden die Verpflichtung, einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich dieses Schicksal nicht wiederholt, gleich, wo in der Welt. Die Ehrung jener, die sich dafür einsetzen, könnte ein solcher Beitrag sein.
Gerhart Baum, Bundesinnenminister a.D.: „Prävention ist eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit. Ich bin viele Jahre in der Menschenrechtspolitik der Vereinten Nationen tätig gewesen, ich war Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung und Menschenrechtsbeobachter für den Sudan. Also präventive Konfliktvermeidung ist ein ganz wichtiges Ziel, das in vielen Fällen nicht erreicht wurde, wie wir voller Scham bekennen müssen. Wir müssen die Kraft gewinnen, nicht erst aufzuwachen, wenn etwas passiert ist. Deshalb ist der Dresden-Preis so wichtig.“
Die Verleihung eines internationalen Friedenspreises anlässlich des Jahrestages der Zerstörung Dresdens soll auch ein Zeichen sein gegen die versuchte Vereinnahmung dieses Datums durch Rechtsradikale, die jedes Jahr in Dresden einen sogenannten Trauermarsch initiieren und dabei eine vermeintliche Singularität des Dresdner Traumas postulieren.
Der Dresden-Preis wird seit 2010 jährlich im Februar in einer Gemeinschaftsveranstaltung von Friends of Dresden Deutschland und der Sächsischen Staatsoper in der Semperoper Dresden verliehen. Als erster wurde Michail Gorbatschow geehrt für sein Engagement gegen atomare Aufrüstung. Daniel Barenboim erhielt den Dresden-Preis im Jahr 2011 für seinen Einsatz für einen Dialog im Nahen Osten.
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